Newsletter Tierarztpraxis Kleen 24.09.2014

Liebe Tierfreunde,

der Herbst hat Einzug gehalten und mit ihm einige Neuigkeiten aus unserer Praxis, der Tiermedizin und der Tierwelt.

Unsere Themen heute:

(1) Rabatte mit der Volksbank-Goldcard

(2) Klimawandel: Die Reisekrankheiten "reisen" zu uns herüber

(3) Pankreatitis: Die Bauchspeicheldrüsenentzündung ist nach wie vor ein oft unerkanntes Problem

(4) Clickertraining für Nager: Ende der Langeweile für Tier und Mensch


Einige dieser Themen sind sehr umfangreich, daher werden wir hier nur kürzere Artikel darüber veröffentlichen. Wenn Sie mehr über ein spezielles Thema erfahren möchten, stehen wir Ihnen gerne mit vielen Informationen beratend zur Seite - sprechen Sie uns bitte darauf an.




(1) Rabatte mit der Volksbank-Goldcard

Dank einer Vereinbarung mit der Volksbank können wir ab sofort für Volksbank-Kunden mit einer sog. Goldcard einen Rechnungsnachlass von 10% auf Impfungen gewähren.

Bei uns sind Impfungen nicht Routinehandlungen ohne Hintergrund, sondern eine Impfung ist gleichzeitig auch ein Gesundheits-Check ihres Tieres, der bei uns im Impfpreis enthalten ist:
  • Eingehende Impfuntersuchung
  • Überprüfung, ob Infektionen vorliegen (bei einer bestehende Krankheit darf auf keinen Fall geimpft werden!)
  • Individuelle Impfberatung - Sie werden beraten, welche Impfungen für ihr Tier sinnvoll sind und nicht pauschal massenabgefertigt.




    (2) Klimawandel: Die Reisekrankheiten "reisen" zu uns herüber


    Auwaldzecke der wichtigste Überträger der Babesiose bei Hunden in Europa; © Accipiter at Wikimedia Commons; Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported
    Der Klimawandel macht auch vor den Tieren nicht halt: Immer häufiger werden Zecken- oder Mückenarten bei uns festgestellt, die ursprünglich im Mittelmeergebiet oder auch in Asien beheimatet waren. Diese neu zugereisten Insekten schleppen leider auch jene Krankheiten ein, die bisher ausschließlich in fernen Ländern anzutreffen waren und die daher "Reisekrankheiten" genannt werden.

    So haben wir mittlerweile außer der Borreliose auch andere Blutparasitosen wie Anaplasmose, Ehrlichiose und Babesiose bei Hunden festgestellt.
    Wohlgemerkt: Es handelt sich dabei um Hunde, die nie im Ausland waren und sich nicht etwa dort mit den genannten Krankheiten anstecken konnten!

    Was hilft?
    Eine wirkungsvolle Zeckenbekämpfung ist wichtiger als jemals zuvor. Die genannten Krankheiten brechen in der Regel nicht sofort aus, sondern infiltrieren erst gründlich den Körper und führen dann zu plötzlich auftretenden, gefährlichen Krankheitszuständen, die zumeist nur stationär und/oder mit starken Medikamenten wieder behoben werden können.




    (3) Pankreatitis: Die Bauchspeicheldrüsenentzündung ist nach wie vor ein oft unerkanntes Problem


    Immer häufiger stellen wir mittels einer Blutuntersuchung bei Hunden wie auch Katzen eine Bauchspeicheldrüsenentzündung fest. Ursache ist meistens eine Unverträglichkeit auf Futter oder manchmal auch Medikamente oder Futterzusatzstoffe. Diese Krankheit kommt häufig schleichend und gipfelt in einen hochakuten, schmerzhaften lebensgefährlichen Notfall.


    Ort der Bauchspeicheldrüse beim Hund (pancreas, rot umrandet); © Ruth Lawson Otago Polytechnic at Wikimedia Commons; Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported
    Erste Symptome sind häufig schon vorher feststellbar, werden aber nicht immer richtig gedeutet:

    Die Tiere sind oft schon vorher unruhiger und strecken sich besonders häufig (aufgrund von Bauchschmerzen) und wirken niedergeschlagen.

    Der Appetit lässt nach oder ist manchmal auch ungewöhnlich stark gesteigert.

    Das Futter oder gelber Magenschleim werden teilweise wieder erbrochen.

    Die Tiere riechen unangenehm aus dem Maul ohne dass Zahnstein oder Zahnfleischentzündungen vorhanden sind.

    Beim Abtasten wird besonders der vordere Bereich des Bauches angespannt und ist schmerzhaft.

    Der Kot ist eher weich und erscheint oft fettiger und heller.

    Viele Tiere haben auch Gewichtsverlust und trinken vermehrt.

    Manche Tiere bekommen aufgrund von Blutarmut infolge der akuten Entzündung auch blasse Schleimhäute.

    Ein Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenentzündung muss möglichst schnell untersucht werden und das Tier am besten sofort auf eine fettarme und leicht verdauliche Schonkost umgestellt werden.
    Tiere mit einer auch ausgeheilten Bauchspeicheldrüsenentzündung sollten möglichst lebenslang mit Schonkost gefüttert werden, da es häufig zu Rezidiven (erneute Erkrankung der Bauchspeicheldrüse) kommen kann.

    Sollten Sie Fragen zu dieser Erkrankung haben, so wenden Sie sich an unser Praxisteam.




    (4) Clickertraining für Nager: Ende der Langeweile für Tier und Mensch


    Verschiedene Clicker; © Taken by Elf at Wikimedia Commons; Lizenz: Creative Commons Attribution Share Alike 3.0 Unported
    Viele Tierbesitzer fragen sich: Warum clickern, wenn das das Kaninchen, Meerschweinchen oder die Ratte sowie die Rennmaus doch glücklich bei seinen Artgenossen leben kann! Dies bleibt dem Nager unbenommen umgekehrt wird ein Schuh daraus, denn das Clickertraining bereichert das manchmal öde Nagerleben und führt zu einem glücklichen Leben.

    Warum ist Clickern für Nager attraktiv?
    Der Vorteil: Beim Clickertraining für Nager kann man die Bindung zwischen Tier und Besitzer ungemein stärken. Gleichzeitig ist der Umgang mit den Tieren bei einer Krankheit wesentlich einfacher.
    Das Wichtigste für ein erfolgreiches Clickertraining ist Geduld und eine gute Beobachtungsgabe, gekoppelt mit schneller Reaktion. Wenn Sie Ihren Nager mit dem Clicker konditionieren wollen, müssen Sie ihn genau beobachten. So finden Sie heraus, was er gerne macht und wie er bestimmte Situationen meistert auch die Nager haben alle eine eigene Persönlichkeit!
    Diese "Eigenheiten" nutzt man aus, um ihn ans Clickern zu gewöhnen und einen schnellen Erfolg zu erzielen. Dabei ist der Einsatz eines extrem reizvollen Leckerchens von entscheidender Bedeutung, damit Ihr Liebling einen deutlichen Anreiz hat, die Aufgabe zu erledigen. Grundlegend ist hier jedoch die Qualität des Leckerchens und auf keinen Fall die hohe Menge. Verwenden sie kleine Portionen, damit er nicht zu schnell satt wird oder sich zu lange damit beschäftigt.

    Ihre erste Übung
    Legen Sie sich mehrere kleine Leckerchen zurecht, die mit einem Bissen gegessen werden können.
    Als Clicker können Sie alles nutzen, was ein bestimmtes, kurzes Geräusch macht: Kugelschreiber, ein Knackfrosch, Schnalzen mit dem Mund oder der klassische Clicker, den man käuflich erwerben kann.
    Nun sollten Sie sich die erste Aufgabe ausdenken. Diese sollte einfach sein, wie beispielsweise das Ziel, dass Ihr Liebling Sie anschaut. Jedes Mal, wenn er Sie anschaut, dann clickern Sie und geben ihm gleichzeitig ein Leckerchen. Diese Übung müssen Sie mehrfach wiederholen, bis Sie sich sicher sind, dass Ihr Tier es verstanden hat. Manchmal dauert es einige Zeit oder mehrere Tage und erfordert, wie bereits erwähnt, einige Geduld. Erst wenn die Aufgabe sicher erfüllt und gelernt wurde, dann können Sie den nächsten Schritt wagen vielleicht, dass es auf Zuruf zu Ihnen kommt?

    Bitte denken Sie daran, ihr Tier nicht zu überfordern! Wenn es sich häufig abwendet oder Übersprungshandlungen begeht, dann sollte man zunächst eine Pause einlegen - wie man selbst weiß, möchte man bei Überforderung und Druck am liebsten ausweichen und entwickelt daher Widerwillen und das ist auch beim Clickern natürlich unerwünscht.
    Sollten Sie jedoch genügend Geduld haben, selbst über Beobachtung viel über ihr Tier zu lernen, mit diesem langsam und vertrauensbildend zu clickern und so mit ihm ein Team zu bilden, dann ist es mit dem Clickertraining sogar möglich, regelrechte Zirkuseinlagen einzuüben, an dem auch das Tier seine Freude hat.




    Bild: © Keith Moseley at flickr; Lizenz: Creative Commons Attribution Share Alike 2.0 Generic

    Genießen Sie die Herbsttage, sei es durch lange Spaziergänge mit dem Hund oder durch ausgedehntes Kuscheln in den eigenen vier Wänden - Ihre Tiere und ihre Seele werden es Ihnen danken!

    Ihr Team der Tierarztpraxis Kleen

    Tierarztpraxis Kleen
    Bernhard-Adelung-Straße 40
    65428 Rüsselsheim
    Tel.: (06142) 83 56 57
    E-Mail: info@tierarztpraxis-kleen.de
    Internet: www.tierarztpraxis-kleen.de


    Urheberrechtshinweis
    Bitte beachten Sie: Der Text dieses Newsletters ist urheberrechtlich geschützt und darf außer für private Zwecke nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Tierarztpraxis Kleen kopiert, auf Webseiten wiedergegeben, in Printform oder anderweitig genutzt werden. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Inhalte des Newsletters verwenden möchten. Gestattet ist jedoch die Weiterverbreitung des Newsletter-Links über soziale Medien wie z. B. Facebook.